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Stop Motion – ein intergalaktisches Abenteuer

Stop Motion – ein intergalaktisches Abenteuer

25. Dezember 2024

von Fay Ammann

Stop Motion ist viel mehr als einfaches Bildermachen – es ist ein Zusammenspiel aus Planung, Improvisation und der richtigen Technik. Bevor ich mich also an das eigentliche Projekt wagte, experimentierte ich zuerst mit verschiedenen Arbeitsweisen. Mit Freunden testete ich, ob es sinnvoller ist, ein Video zu drehen und später die benötigten Frames herauszuschneiden, oder doch lieber direkt Bild für Bild zu fotografieren. Sehr schnell zeigte sich, dass die Methode, jeden einzelnen Frame separat zu schiessen, deutlich besser funktioniert. Die Kontrolle über jede Bewegung, jede kleine Veränderung, ist dabei viel präziser.

Um optimal vorbereitet zu sein, räumte ich zu Hause unser Wohnzimmer um und baute ein Mini-Set auf. Mit meiner Kamera und einem Stativ probte ich die Vogelperspektive und übte, wie ich am Drehtag bestimmte Abläufe möglichst stressfrei umsetzen könnte. Die Requisiten, die ich zuvor auf Basis meines Drehbuchs festgelegt hatte, stellte ich selbst zusammen. So konnte ich mir bereits vorab ein Bild davon machen, wie mein kleiner Weltraum aus Decken, Tüchern und Kissen später aussehen würde.

Am Tag X ging ich dann einen Schritt weiter: Ich setzte dieselbe Geschichte zweimal um. Beim ersten Durchlauf benutzte ich das Stativ für die Vogelperspektive. Beim zweiten Mal fotografierte ich von einer Galerie aus, die sich im Schulzimmer befand. Während des Drehs merkte ich schnell, dass sich die beiden Herangehensweisen unterschiedlich anfühlten – mit dem Stativ war ich auf einen fixen Bildausschnitt angewiesen, von der Galerie aus konnte ich den Winkel etwas variieren. Überraschenderweise war das Endergebnis dennoch sehr ähnlich. Beide Methoden führten zu einem stimmungsvollen Stop Motion Clip, der die Geschichte so erzählt, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass verschiedene Ansätze beim Dreh ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringen. Und genau darin liegt für mich der Reiz an Stop Motion: das Ausprobieren, das Experimentieren und letztendlich das Staunen über die Magie bewegter Bilder, die aus so vielen kleinen Einzelmomenten entstehen.

(eli)

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